Wir sind „die Neuen“: ein Doppelhaus mit 29 Mietparteien. Unsere Nachbarschaft ist Generationen übergreifend, manche Familien leben hier schon seit 29 Jahren und länger. Im Ladenlokal im Erdgeschoss befindet sich eine kleine familiäre Elternkita „Amselladen“.

Als wir am 16.7.2919 erfuhren, dass umfangreiche, -aber seit 30 Jahren überfällige-, Fassaden- und Treppenhaussanierungen beginnen werden, wurden wir hellhörig.

Am 13.8.2019 wurde uns der geplante Verkauf unserer Wohnungen als Eigentumswohnungen durch unseren Hausbesitzer bekannt gegeben. Da wurden wir unruhig!
Nach Auskunft durch unsere Hausverwaltung wurde das Haus bereits 2016 in einzelne Wohneinheiten aufgeteilt. Alles ging rechtzeitig vor Einführung des Milieuschutz „über die Bühne“ und ist nicht mehr rückgängig zu machen. Eine Modernisierung sei nicht geplant.

Anfang September gab es eine Hausversammlung und die Hausgemeinschaft lernte sich persönlich kennen. Ein Berater vom Mieterverein beantwortete unsere Fragen - nach dem Treffen hatte der Mieterverein einige neue Mitglieder…

Inzwischen stehen mehrere Wohnungen leer. Unter uns Nachbarn herrscht eine abwartende Ruhe - Dank des noch bestehenden Kündigungsschutzes. Wir sind keine zahlungskräftige Nachbarschaft und der Erwerb nach Vorkaufsrecht für die meisten von uns keine realistische Alternative.

Wir tauschen uns aus und organisieren uns gegen Verdrängung aus unserem Heim!