Wir, die Mieter*innen in der Manteuffelstraße 51, leben hier seit teils 30 Jahren. Ein Bewohner sogar schon über 60 Jahre, seine Eltern lebten auch schon vor ihm hier.

Anfang des Jahres 2019 wurden wir über den anstehenden Verkauf der Wohnungen in “unserem” Haus informiert. Laut Ankündigung „wird das Mietverhältnis dadurch nicht in Frage gestellt“. Dennoch sind wir natürlich sehr besorgt, und die ungewisse Zukunft des Mietverhältnisses schlägt manchen Hausbewohnern aufs Gemüt.

Da die Umwandlung der Miet- in Eigentumswohnungen bereits im April 1998 stattfand, haben wir kein Vorkaufsrecht mehr, d.h. die Wohnungen können jederzeit verkauft werden. Die Eigentümerin hat “großzügig” beschlossen, den Mieter*innen ihre bewohnte Wohnung vorab und ohne Maklercourtage anzubieten. Doch die wenigsten von uns können sich das leisten!

Der erste Paket-Verkauf aller Wohnungen fand 2007 statt. Demnach ist die 10-jährige Schutzfrist für uns Mieter*innen abgelaufen. Bei Verkauf einer Wohnung und möglicher Eigenbedarfskündigung müssen wir raus:

Für manche von uns ist das eine existenzielle Bedrohung ihrer Lebensgrundlage!

Dieser Situation sind wir schutzlos ausgeliefert.

Wir fordern daher konkrete Vorschläge durch den Bezirk, das Land und der Bundespolitik, die bestehenden gesetzlichen Lücken, die es Investoren und Eigentümern leicht machen, spekulativ in sozialen Erhaltungsgebieten (Milieuschutz) zu agieren, endgültig zu schließen!

Ebenso fordern wir das Land Berlin auf, die Wohnbaugesellschaften zu beauftragen, auch Eigentumswohnungen anzukaufen und in kommunales Eigentum zu überführen!